bad trip
Dieser Blog möchte über schwerwiegende Entzugssyndrome nach Einnahme von Antidepressiva aufklären. Entgegen gängiger Aussagen der psychiatrischen Fachwelt sind moderne Antidepressiva keine harmlosen Helfer, die sich ohne Weiteres An- und Absetzen lassen. Es gibt immer mehr wissenschaftliche Hinweise darauf, dass insbesondere nach Langzeitgebrauch sowie bei zu raschen und wiederholten Absetzversuchen extreme iatrogene Zustandsbilder generiert werden können, die mit einem kaum vorstellbaren Leid und erheblichen Einschränkungen der psychosozialen Funktionsfähigkeit einhergehen.
Es handelt sich um ein vielgestaltiges, substanzinduziertes Zustandsbild, das systematisch missverstanden, falsch deklariert und auch durch Wiedereindosierung der verursachenden Substanz oder Hinzunahme weiterer Psychopharmaka in vielen Fällen nicht gelindert werden kann. Ein Leiden, das traumatisieren und in den Suizid führen kann.
Aufgrund eines Mangels an Informiertheit ärztlicherseits und der konsequenten Fehlkategorisierung von Entzugssymptomatik als Rezidiv oder psychische Neuerkrankung sind Betroffene gezwungen, außerhalb des Systems nach Erklärungen und Hilfe zu suchen und es zeigt sich im Internet ein stetig wachsender Erfahrungsaustausch.
In den verursachenden Institutionen werden die Betroffenen trotz steigender wissenschaftlicher Evidenz bislang kaum ernst genommen, sie geraten in Medikamentenkarusselle und verlieren das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung. Das Indikationsspektrum der Substanzen wird derweil immer mehr ausgeweitet, die Gewinne der Hersteller bleiben gesichert und das Gesicht der psychiatrischen Zunft bleibt gewahrt. Im Dunkelfeld wächst stetig das Ausmaß einer immensen iatrogenen Schädigung an einem substanziellen Anteil von Menschen heran, für deren Leiden noch keine angemessene Kategorie in den gängigen diagnostischen Manualen existiert - eine Tatsache, die das Ausmaß der konsequenten Marginalisierung widerspiegelt.
the only way out is through
Es gibt leider nur einen einzigen Weg heraus und der führt mitten hindurch.
Auch wenn es sein kann, dass Du zu den Menschen gehörst, die ohne größere Schwierigkeiten ihr Medikament absetzen können, oder wenn Dir das bei einer früheren Einnahme schon problemlos gelungen ist, solltest Du es nicht darauf ankommen lassen, vor allem nicht, wenn Du das Medikament schon über einen langen Zeitraum einnimmst. Bitte informiere Dich darüber, welche risikominimierenden Möglichkeiten des Absetzens bestehen. Ein aktueller Konsens definiert als risikoarmes Vorgehen die Reduktion um 5-10% der jeweiligen Dosis alle 4-8 Wochen. Aber für einige Menschen ist selbst das noch viel zu schnell.